Komm mit an Bord zum Island Hopping 2016 auf Hobie 16

Island Hopping 2016 – Tour 1

Das Stickl-Team war schon eine Woche vor Beginn der Segeltour angereist um alle 8 Hobie 16 wieder in Topzustand zu bringen und aufgeriggt am Strand bereit zu haben für eine heisse Hobie-Truppe, die schon an mehreren Touren teilgenommen hatte und es nicht erwarten konnte endlich wieder auf den Hobies loszufliegen! Einige Teams reisten schon Tage vorher an um die Insel Tortola zu erkunden , Wellenreiten zu gehen und sich an das Klima und die Zeitumstellung zu gewöhnen.

Am Freitag Abend waren dann alle Teams pünktlich angekommen, es wurde kein Gepäck vermisst und auch auf Marina Cay verlief der Check in unglaublich easy und  korrekt ab. Neues Management und schon läuft es besser!

SAMSTAG 6. Februar:

Wie könnte ein Segelurlaub besser beginnen, als mit einem Sonnenaufgang mit Blick auf das Meer und die Inseln der BVI  auf der Terrasse einer Villa auf Marina Cay! Nach dem Frühstück im Pussers Restaurant wurden die Hobie Crews mit dem Begleitcat einer 44 F Fountaine Pajot von der Stickl Crew abgeholt. Danach ging es zurück in die Trellis Bay, wo die Hobie schon am Strand bereit standen. Die Teams und Hobies wurden eingeteilt und Heinz ging beim ersten Briefing auf die wichtigsten Abläufe der Reise ein. Da fünfzehn von achtzehn Teilnehmern teilweise schon 3-5 mal  dabei waren, ging alles sehr schnell und schon gegen Mittag konnten die Teams den ersten Probeschlag segeln. Problemlose 10 Knoten Wind waren ideal für ein erstes Warm up, ohne Kenterungen und Schäden.

Am Abend lief die Hobiegruppe im Loose Mongoose zum BBQ-Grill ein. Wie immer war der erste Abend nach einer langen Reise und einem vollgepackten ersten Tag bald zu Ende und die Teams verschwanden in Ihren Hobie-Zelten oder auf dem Begleitcat.


SONNTAG 7. Februar

Schon um 7.30 waren alle Segler auf den Beinen, packten Ihre Zelte ein und bereiteten sich auf die erste Etappe der Tour vor. Um 8.00 waren alle an Bord beim Frühstück und gegen 10.00 konnte die Tour starten. Zum ersten Mal hatte jeder Hobie einen Tracker an Bord. Aus Sicherheitsgründen um jederzeit alle Cats von Bord des Mutterschiffs orten zu können und ganz nebenbei auch um interessante Daten zu bekommen, die zum Ende der Tour ausgewertet werden sollen.

Da fast alle die Tour schon gesegelt waren und durch die Tracker noch zusätzlich für mehr Sicherheit gesorgt war segelte die Gruppe nicht in Flottilie sondern jeder seinen eigenen Weg , raumschots von der Trellis Bay nach Sandy Cay bei 15-18 Knoten ablandigen und etwas böigen Wind. Nur eine Kenterung stand am Ende des Tages auf der Ranking-List, aber leider mit einer bösen Schnittwunde verbunden , die Silvia für einige Tage vom Hobie auf den Muttercat verbannen sollte. Um 17.00 liefen die Hobies dann wie immer bestaunt von vielen Yachtseglern auf Jost van Dyke in die Bucht ein. Gefühlte einhundert mal mussten wir den Yachties erklären was es mit den Hobies und den Zelten und den crazy Germans auf sich hat. AWESOME!! Der allgemeine Kommentar!

Am Abend genossen wir die ausgezeichnete Küche bei Foxys. Leider machte und der Superbowl einen Strich durch die Rechnung. Satt guter Partymusik und Tanz gab es TV in allen Ecken des Restaurant und ziemlich viele laute „ Amis“ die natürlich das größte Sportevent der Welt feierten. Mit Hilfe  von Wikipedia und Google schafften wir es dann doch zumindest ein Minimum zu verstehen , was da am Platz geschah. Aber ein langer aktiver Tag mit viel Sonne , gutem Wind und schöner Zeit auf dem Cat ging früh zu Ende. Müde Hobies verschwanden bald in ihren Kojen.

Von den möglichen 10 Punkten gebe ich diesem Tag 11 Punkte-so brachte Phillip den ersten Tag der Tour auf den Punkt!

 

MONTAG 8. Februar

Am Morgen nach dem Foxy-Abend musste Wim zur Immigration und unser Schiff mit allen Personen einklarieren , Cruising –Tax und Nationalpark-Fee bezahlen. Bürokratie wie immer mit undurchschaubaren Preisen! Die Ladies auf unserer Tour gingen auf Shopping-Tour in den Foxy-Shop wo es immer die besten Shirts und Shorts gibt.

Eigentlich war freies Segeln angesagt, aber die allgemeine Meinung war, dass es doch ein Programm braucht und viel mehr Spaß macht in der Gruppe zu einem Ziel zu segeln , als einfach vor der Bucht zu cruisen. Plan 2 war dann ein Ausflug zur Brewers Bay mit Zwischenstop auf Sandy Cay. Schon auf dem Weg zu Sandy Cay war klar, dass die Strecke nach Brewers Bay zu lang war und Plan 3 mit einer Abkürzung zu Cane Garden Bay war dann das endgültige Programm. Bei drehenden ablandigen 3-4 Beaufort erwachte dann natürlich sofort das Regatta-Gen und die 8 Hobies kämpften um jeden Meter bis zum Strand bei Quito´s . Nach einer Pause mit Burger und Drinks ging es dann downwind wieder zurück zur White Bay  wo Wim den Begleitcat  geankert hatte. An Bord waren alle Vorbereitungen für den Grillabend getroffen und so ging der Tag mit chillen und lesen an Deck dem Sonnenuntergang entgegen. Tim und Hermann bereiteten an Land bei der Stressfree-Bar alles für das BBQ vor und um 19.00 brutzelten die ersten Steaks und Würstchen am Grill. Immer wieder ein schöner Abend bei der Stressfree-Bar! Mit guter Stimmung, Hans und Uwe in Witzlaune und einigen Coronas!

DIENSTAG 9. Februar

Eine lange Etappe stand auf dem Programm. Von Jost van Dyke durch den Frenchmans Cay weiter nach Norman Island. Windstärke 3-4 Amwindkurs. Erster Stopp bei Frenchmans Cay, wo Wim mit Crew tanken und einkaufen musste um die Vorräte wieder aufzufüllen. Die Gruppe segelte relativ geschlossen und ohne Kenterungen und so ging die Fahrt dann gleich weiter auf Kreuzkurs gegen Wind und Welle, die im Channel teilweise sehr ruppig waren und 1, 5 m hoch.

Mit nur einer Kenterung eines BVI-Profis, der hier nicht genannt werden will J), erreichet die Gruppe nach neunzig Minuten die Bight, wie die Bucht auf Norman Island genannt wird mit dem Beach-Club und Restaurant PIRATES.

Die Bar war sehr schnell mit Hobie Guys from Germany beschlagnahmt, die bei mehreren Caribe und Corona die „Regatta-Strategie“ noch einmal besprechen mussten.

Das Abendessen bei Pirates war extrem lecker aber nicht ganz preiswert, womit man natürlich auf den BVI ohnehin rechen muss. Ein toller Tag mit viel Spaß beim Segeln und Apres ging bald zu Ende und alle müden Krieger verschwanden in den Zelten.

MITTWOCH 10. Februar

Ruhetag-oder doch nicht? Der Plan war ein Schnorcheltrip zu den Caves und Indians, zwei guten Spots auf den BVI die zum Nationalpark gehören. Um 10.00 lief Wim mit der Hobiegruppe an Bord aus. Da aber fast alle schon mehrfach diesen Trip bei vorangegangenen Island Hoppings mitgemacht hatten und das Wasser auch nicht so klar war wie man es dort normal erwartet, war der Ausflug unter Wasser bald beendet und die Hobie-Gang kam zurück in die Ankerbucht-um das zu tun wofür man in erster Linie auf der Reise dabei ist: Hobie segeln und noch mal Hobie segeln! Aufriggen, Crews zusammenstellen und schon konnte es los gehen. Rund Norman Island, raus aus dem sicheren Bereich im Drake Channel mit wenig Welle  und rein in die Welle außerhalb der Norman Passage. Es wehte zwar nur mit 3-4 Beaufort aber mit einer 2, 5 Meter hohen Welle die teilweise die Hobies schön ins Surfen brachte machte der Trip doch richtig Spaß. Um 16.00 waren alle wieder zurück und nach einem Painkiller an Bord wurde die Küche an Bord aktiv. Unter der Regie von Bianca schaffte es sogar Hans richtig eifrig Zwiebel zu schneiden und Knoblauch zu hacken und das Küchenteam zauberte sehr sehr leckere Pasta al Tonno und Fussili arrabiata. Die gesamte Gruppe saß an Bord zusammen bei Pasta und Vino Rosso und alle waren der Meinung, dass ein gemeinsames Kochen und ein gemütlicher Abend an Bord ein unschlagbares Teambilding-Programm sind. 100 Punkte für diesen Abend!

DONNERSTAG 11.Februar.

Am nächsten Morgen freuten sich alle auf die nächste Tour nach Peter Island und weiter nach Cooper Island. Wim musste allerdings die Gruppe alleine lassen und mit dem Begleitcat an die nächste Tanke um Süßwasser zu tanken. So segelten die 8 Hobies ohne Geleitschutz nach Peter Island an den unglaublich schönen Strand am Nordende der Insel. Wir wanderten am Hotelstrand entlang zum Hotel und vor allem zur Bar, wo es den besten Smoothie der BVI gibt. Nach einer knapp zweistündigen Pause gings weiter zum zweiten Teil der Tagesetappe. Um aus der kurzen Halbwindstecke eine anspruchsvollere Strecke zu machen, segelte Heinz zuerst 2 km halbwind in der Drake Channel nach Lee und als unser Ziel die Manchioneel Bay auf Cooper Island exakt in Luv lag startete die Gruppe zum Kreuzkurs-natürlich im Regattamodus. Der Sieger kann nicht genannt werden, weil die Gefahr besteht dass er sonst in Zukunft nicht mehr mit dem Hobie-Fußvolk segeln geht- meinte ein Segelkollege natürlich im Scherz. Man kennt den Profi auch unter seinem Pseudonym „Vize-Europameister aus Lizzldorf“!

Cooper Island , wie immer eine Augenweide und echtes Karibikflair! Leider hatten wire zu spät einen Tisch reserviert und so musste Micha ran und sein berühmtes Curry-Geschnetzeltes an Bord kochen. Beste Aussichten, dass alle am nächsten Tag fit sein würden!

FREITAG 12. Februar

Um 8.00 zunächst schlechte Aussichten für eine sportliche nächste Etappe. Wenig Wind und wechselnde Bewölkung. Um 10.30 startete die Gruppe aus der Manchioneel Bucht bei extrem drehenden Winden. Kaum um die Ecke konnte man schon eine dunkle Wolke sehen, die sich sehr schnell näherte und kaum 10 Minuten nach dem Ablegen geriet so mancher Cat zunächst in Schwierigkeiten bei einigen Böen mit 5-6 Beaufort. Aber schon bald lief es gut weiter und alle Teams hatten Spaß bei einer sehr sportlichen Überfahrt zu den Bath auf Virgin Gorda. Für die Segler, die zum ersten Mal dabei waren natürlich wieder ein imposanter Anblick.  Granitfelsen wie von Geisterhand ans Ufer geworfen vor einem Palmenstrand und türkisblaues Wasser. Mit den Hobies kann man dort nicht an Land gehen und so segelten wir zur Devils Bay. Von weitem konnte man schon sehen, dass sich die Wellen bis weit auf den Strand hinauf brachen und es nicht ganz ungefährlich sein würde an Land zu gehen. Jeder Hobie der anlandete wurde sofort bis unter die Palmen, weit hoch gezogen, damit die Wellen ihn nicht wieder zurückholten. Tim brachte die Kühlbox mit Getränken an Land und die Gruppe wanderte, ausgerüstet mit Schnorchelequipement am Strand entlang zu den berühmten Bath, kleine Buchten zwischen den Granitfelsen, die wie große abgeschlossene Badezimmer wirken. Leider war es zum Schnorcheln etwas zu gefährlich weil, weil die Dünung sich mit Getöse zwischen den Granitblöcken brach und starke Strömungen erzeugte. Um 14.00 kam Wim mit dem Begleitcat von Spanish Town zurück, wo er Lebensmittel nachkaufen musste, bevor wir weiter segelten. Der zweite Teil der Etappe war wieder Hobie Segeln pur! Bei 4-5 Beaufort kreuzte die Flotte hoch Richtung Necker Island, wo man schon vom weiten die Kites am Himmel sehen konnte. Am Eingang des Gorda Sounds sammelte sich die Gruppe noch einmal um dann bei Flachwasser und Doppeltrapezwind gemeinsam eine Runde durch die Bucht zu segeln. Mit Vollgas zwischen den Luxusyachten vor dem Bitter End Yachtclub vorbei zum Landeplatz Prickley Pear. Um 17.00 waren alle Zelte aufgebaut und wir machten uns mit dem Begleitcat auf den Weg quer durch den Sound nach Leverick Bay, wo wir einen Tisch im Beachresaturant reserviert hatten. BBQ , wie üblich und Livemusik mit Tankeinlage der Stelzentänzer. Ein entspannter Abend nach einem anstrengenden Segeltag .

SAMSTAG 13. Februar

Ein Tag , an dem alle Teams ohne Programm Ihren Tag gestalten konnten. Nach dem Frühstück waren sich dann alle einig, dass es mehr Spaß macht in der Gruppe etwas zu unternehmen. Ein Plan für eine Funregatta war von der Kreativabteilung schnell geschmiedet und gegen Mittag konnte die Gorda-Sound Challenge starten. Die Regeln: Alle Teams und Cats werden gelost. Mit einem Hechtsprung vom Begleitboot beginnt das Race, danach 100 Meter zum Strand schwimmen, die Hobies auftakeln, Trapez und Schwimmweste anlegen und mit Beachstart los auf die Strecke. Hans und Hermann waren die schnellsten am Start. Unglaublich wie schwer es ist, in Eile einen Hobie aufzutakeln. Alle Varianten von Fehlern waren vertreten. Großsegel nicht eingehakt, Spurstange falsch montiert, Falle verdreht und mehr. Und auch auf dem Wasser bei zwei Runden um die Fahrwassertonnen im Gorda Sound war deutlich der Regattastress zu sehen. Was sonst völlig normal war, wurde zum Problem, Manöver misslangen, Bojen wurden im Freistil gerundet- es war wirklich eine lustige Regatta. Hans und Herman siegten souverän und ließen sich die Einladung zum Abendessen im Bitter End Yachtclub nicht nehmen, Wim, der mit Barbara als letztes Team gestartet war konnte noch bis auf Platz zwei vor segeln. Um 17.00 verlegte Wim dann den Begleitcat zum Bitter End und die Hobie Teams hatten 2 Stunden Zeit an Land für eine Besichtigungsrunde, Mails checken und shoppen. Das Dinner im Bitter End war erstklassig und in etwas ruhigerer Atmosphäre. Am nächsten Morgen sollte die Etappe nach Anegada starten.

SONNTAG 14. Februar.

Wir wollten früh los um am Nachmittag noch auf Anegada segeln zu können. Wim und Tim mussten noch Wasser tanken und Lebensmittel in Leverick Bay einkaufen und um 11.00 segelten die Hobies dann bei nur 2 Beaufort los. Eine lange Tour war zu erwarten. Nach zwei Drittel der Strecke übers offene Meer kam am Horizont Anegada in Sicht und plötzlich frischte auch der Wind immer mehr auf. Das letzte Stück war dann wieder Trapezwind und bald war die Hobieflotte im Riffbereich und segelte die letzten 2 km nach Pomato Point durch die kleinen Riffbänke. Nach einer willkommenen Snackpause segelten dann alle Teams bei traumhaften Bedingungen noch bis kurz vor Sonnenuntergang. An Bord des Begleitcats bereitete die Küchencrew Barbara und Herman alles für ein Abendessen an Bord vor.

Pasta Bolognese, sehr lecker und echt italienisch, nicht im US-Style! Ein Abend an Bord mit guter Stimmung, leckerem Essen, viel Wein und Gaudi.

MONTAG 15 Februar

In der Nacht hatte es heftig geblasen und geregnet. Wer sein Zelt schlecht aufgebaut hatte, wurde durch Wassereinbruch daran erinnert dass es besser ist dieser Sache mehr Zeit zu widmen und alles gut zu verspannen. Die Nacht war kurz für die meisten und die Truppe ziemlich gerädert und wenig motiviert aktiv zu werden. Dazu knallten noch 25 Knoten Wind so wollten alle erst einmal abwarten. Eine Strandwanderung zum Neptunes Treasure zu einem zweiten Frühstück war die perfekte Lösung, die Müdigkeit noch loszuwerden. Am Nachmittag segelte dann eine Gruppe von 4 Hobies mit Heinz noch 2 Stunden bei gut 5 Beaufort plus im Riffbereich. Über 40kmh wurden per GPS gemessen! Sportlich segeln und Power pur war die Ansage und das wurde es auch. Bei einem Carib an der Bar im Anegada Reef Hotel freuten sich alle über einen fantastischen Segeltrip.

Am Abend wanderten alle am Strand entlang zum Restaurant Neptunes Tresure, das für viele Teams in der Rangliste der Restaurants ganz oben lag. Happy Hour an der Bar und sehr gute Küche. Wieder ein schöner Abend mit einer einmalig harmonischen Gruppe.

DIENSTAG 16. Februar

Nach einer weiteren windreichen aber regenfreien Nacht blies es auch am Vormittag unverändert mit 6 Beaufort. Ein Teil der Gruppe wanderte am Strand entlang zur Cow Wreck Bar- wo andere, etwas laufmüdere Segler schon mit dem Taxi angekommen waren. Nach einem Snack trafen sich alle wieder am Strand bei den Hobies, die noch nicht bewegt bei 5+ Beaufort und Tim tobte sich beim Kiten aus. Am Letzten Abend auf Anegada war Lobster auf der Speisekarte im Restaurant Pomato Point. Danach saßen alle noch um ein Lagerfeuer am Strand und die Gespräche drehten sich schon um den Rückblick auf die vergangenen Tage und noch mehr um die Erwartungen für den nächsten Tag. Eine Überfahrt zurück zur Trellis bay bei 6 Windstärken war nicht jedem Segler ganz geheuer! Um Mitternacht erlosch das Feuer und die Teams verschwanden alle in Ihren Zelten.

MITTWOCH 17. Februar

Schon um 7.30 waren alle aus den Zelten und stellten zufrieden fest, dass der Wind nachgelassen hatte. Nur noch 15 Knoten also perfekte Bedingungen für die Rückfahrt von Anegada zum Start-und Zielort Trellis Bay. Micha hatte aber im Bitter End seine Kamera vergessen und wir beschlossen auf dem Rückweg zuerst wieder in den Gorda Sound zu segeln, dort die Kamera zu holen und den zweiten Teil der Tour nach einem Lunch break anzugehen. Amwindkurs nach Süden, relative hohe und kabbelige Welle sorgten bald für die ersten Probleme Peter und Andreas kenterten und zerissen dabei das Großsegel. Die Gruppe musste stoppen, ein neues Segel wurde an Bord des Begleitcats eingelattet und Tim tauschte mit dem Dinghy das Segel. Bis die Flotte wieder weitersegeln konnte wurden die Hobies vom Strom sehr weit nach Lee versetzt. Nach einer kurzen Fahrt in Richtung Gorda Sound änderte Heinz die Richtung und fuhr direkt in Richtung Trellis Bay. Das Zeitfenster um rechtzeitig die längere Strecke zu segeln war zu knapp geworden. Auf Halbwind mit Vollgas hatten alle wesentlich mehr Spaß als gegen Welle und Strom anzukreuzen und die Flotte blieb eng zusammen ohne weitere Kenterungen. Zum Ende der Strecke änderte Heinz dann noch einmal den erwarteten Kurs und segelte an der Rückseite der Insel Scrub in einem großen Bogen vorbei um dann durch eine schmale Passage von nur 100 m bis zum Pussers Restaurant auf Marina Cay zu kreuzen. Alles 8 Hobies kamen in wenigen Minuten dort an und die amerikanischen Yachtsegler staunten wie immer über die bunte Flotte. Ein Caribe an der Bar zum Anstoßen auf diese tollen Segeltage und dann noch 1 km weiter quer über die Trellis Bay zum Ziel beim Loose Mongoose. Wir waren wieder zuhause angekommen!

Mit einigen Blessuren , aber gesund und gut gelaunt, ohne große Schäden an Mensch und Material.

Wim brauchet die Truppe mit dem großen Cat zurück auf Marina Cay wo alle nach 12 Tagen sich auf eine warme Dusche und ein festes Bett freuten.