Das Logbuch der Island Hoppings 2017. Online mitsegeln !

Island Hopping 2017 - Tour 1

Tag 1: Warm up in der Trellis Bay

Alle Hobie Segler waren pünktlich und vor allem mit vollzähligem Gepäck am Freitag Abend angereist und nach langem Flug  auf Marina Cay in den Bungalows eingecheckt.

Am Samstag Vormittag um 10.00 wurden alle vom Stickl Team mit dem Begleitcat einer 47 Fuß Catana auf Marina Cay abgeholt. Check in in die Kabinen, Segelsachen sortieren, und ein kurzes Briefing, dann segelten alle Hobies los zu einem kleinen Training vor Beginn der ersten Etappe.. Am Abend nach dem Segeltag gab es im Last Resort Restaurant  schon die ersten Anekdoten zu erzählen und das Konto Kenterkönig wurde eröffnet. Highlight des Abends  war eine Feuershow, ziemlich professionell und unterhaltend. 

 

Tag 2 : Trellis Bay-Jost van Dyke

Es ging los! Start zur ersten Etappe bei 3-4 Windstärken um 10.00 Uhr. Raus aus der Bucht um Guana Island auf der Luvseite und dann Downwind mit mehrerer Halsen und auch einigen Kenterungen bis zur Postkarten -Insel Sandy Cay. Der Wind nahm auf knapp 5 Beaufort zu und nach einer kurzen Pause segelten einige Crews noch fast 2 Stunden. Teams wurden gewechselt und  alle hatten sehr viel Spaß an einem perfekten Segeltag. Um 16.00 ging es weiter von Sandy Cay nach Jost van Dyke zu Foxys. Üblicherweise ist Foxys eine Partylocation mit guter Musik und Tanz. Das Superbowl  Finale der US Football League machte uns leider einen Strich durch die Rechnung. TV an allen Ecken und ohrenbetäubender Lärm vertrieb uns dann schon nach 10 Minuten und wir wechselten geschlossen das Restaurant. Trotzdem wurde es noch ein Schöner Abend mit leckerem Essen und guter Unterhaltung.

 

Tag 3:  Foxys –Cane Garden Bay

Das Ziel des zweiten Tages war die White Bay nur einen Kilometer von der Foxy-Bucht entfernt. Wir mussten also  mit dem Begleitcat nur kurz den Ankerplatz wechseln. Bei perfekten 4-5 Beaufort segelten die Hobies mit Heinz einen Kurztrip in die Cane Garden Bay. Je näher man der Bucht kam umso böiger wurde der ablandige Wind und die letzen 2 km waren ein schwieriges Unterfangen. Unzählige Wenden und ruppige Böen erhöhten die Kenterquote erheblich! Bei Quito´s einem der bekanntesten Restaurants auf den BVI machten wir Pause bei Burger und Sandwiches. Der Rückweg vor dem Wind bei 5 Beaufort war  Hobie segeln at it´s best! In knapp 30 Minuten waren wir zurück in  der White Bay. Die Crew mit Wim, Alex und Marc hatten schon alles vorbereitet für den Grillabend in der Stressfree Bar. Um halb Acht waren alle um einen Großen Tisch versammelt und freuten sich auf einen lockeren Abend ohne Restaurant. Es war dann auch wieder ein erstklassiges BBQ, offiziell bestätigt von einem US-Gast der Radioshowas über BBQ-Technik produziert und moderiert – so was gibt es tatsächlich- in USA natürlich.  An der Bar wurde noch weiter gefeiert und so manchen Bushwalker oder Painkiller vernichtet.

 

Tag 4 : White Bay-Norman Island

Auch am vierten Tag blies es schon um 8 Uhr ordentlich. Wir hatten eine lange Etappe vor uns und waren dann schon um 10.00 am Strand ready zum Ablegen. Die ersten 4 Kilometer am Wind bis zum ersten Stopp im Frenchman´s Cay waren ein Test für den wesentlich schwierigeren zweiten Teil der Ertappe. Es zeigte sich schon, dass es eine etwas härtere Prüfung für einige Teams werden würde. Nachdem sich alle wieder in Flotille gesammelt hatten segelte Heinz weiter zu einem zweiten Zwischenstopp bei dem wieder eine längere Pause nötig war, da es eine Havarie gab. Am Strand eines Hotels wurde ein Fockfall gewechselt und dann startete die Flotte wieder, das Ziel die Bucht von Norman Island ca 8 km entfernt schon in Sichtweite. Die Bedingungen wurden härter, der Wind erreichte fast 6 Beaufort in Böen, die Welle wurde ruppiger und das forderte Tribut. Einige Kenterungen zwangen die Flotte zu Wartepausen und so dauerte es dann bis 14.00, bis alle am Strand der Bight, wie die Bucht auf Norman Island heisst, am Strand  angekommen waren und sich zu einem wohlverdienten Bier an der Beachbar trafen.   

 

Tag 5. Norman Island Relax und Schnorcheln

Nach dem harten Segeltag kam für die meisten der „Ruhetag“ gerade recht. Gemütlich frühstücken , dann mit dem Begleitcat zum Schnorchelspot und an Deck chillen. Bis 13.00. Dann kam das Segelfieber wieder zurück und alle wollten den Nachmittag nützen um in neuen Teams frei zu segeln. Wim verlegte Die Catana 47 in den Channel zwischen Norman und Peter Island und begleitete die Hobies als Sicherungsboot . Da der Wind nur 3 Beaufort erreichte und nicht wie am Tag zuvor 3 Meter Welle auf der Atlantikseite von Norman Island zu erwarten waren segelte die Hobieflotte rund um Norman Island. Natürlich wie immer im Regattamodus! Der Wind nahm etwas zu und so hatten alle grioßen Spaß, auch wenn es nicht die von manchen Teams erwünschte Session mit Wellenreit-Bedingungen war. Am Abend zauberte die Küchenchefin Bianca wieder wie im Vorjahr eine leckere  Pasta . Die Stimmung an Bord war super und es war auch nach einigen tagen noch nicht zu spüren, dass das Reservoir an Witzen langsam leer würde. Ein Abend an Bord mit allen Seglern zusammen ist immer wieder eine unterhaltsame Zeit.

 

Tag 6. Norman Island –Cooper Island

Die Windprognose war maximal 3 Beaufort am Vormittag und zunehmen am Nachmittag. Um die Tour etwas anspruchsvoller zu machen segelte Heinz nicht im Drake Channel auf der Leeseite der Inseln sondern raus aufs Meer und um Peter Islands Nordspitze herum. Das Aufkreuzen war zunächst etwas mühsam. In Luv angekommen konnten wir dann aber einen heißen Ritt bei Wellen mit 4 Beaufort genießen und Raumschots mit 17 Knoten die Wellen abreiten. Mit einige Halsen rundeten wir dann die Spitze von Peter Island und gingen am Traumstrand der Privatinselmit exklusivem Hotelresort an Land. Zum Erstaunen der gelangweilten Hotelgäste bewegte sich dann eine Gruppe eigenartig gekleideter Menschen vor Ihren Augen am Strand entlang in Richtung Hotelbar. Vermutlich die einzige Abwechslung an diesem Tag für die armen Reichen, die einen Aufenthalt auf dieser Insel mit 700 USD pro Tag bezahlen. Nach einer kurzen pause an der bar und einem leckeren Smoothie segelten wir wieder los. Zunächst ein Stück Raumschots raus in den Drake Channel bis sich die Ankerbucht auf Cooper Island genau in Luv von uns befand. Dann startetet alle gemeinsam und versuchten den goldenen Schlag zu finden um als erster auf Cooper Island anzukommen. Strömung, kleine Winddreher und Böen machten es nicht gerade leicht auch wenn die Strecke nicht besonders lange schien. Es dauerte doch mehr als eine Stunde bis die ersten an Land lagen. Das Dinner auf Cooper Island war wieder die Nummer 1 auf der Rangliste aller Restaurants auf der Tour.  Erstklassiger Service und gute Küche. Eine Empfehlung für alle Segler auf den  BVI.

 

 

Tag 7 : Cooper Island – Gorda Sound

Wieder war am Morgen der Wind sehr schwach. Wir segelten von Cooper los und versuchten gegen die Strömung bei knapp 2 Windstärken anzukommen und jede kleine Bö zu nutzen. Der Wind hatte mehr nach Südost gedreht und so konnten wir zumindest ohne Kreuzschläge auf Anliegekurs direkt zu den BATH an die Spring Bay segeln. Der Trip dauerte aber mehr als eine Stunde. Wir zogen unsere Hobies an einem weiteren Traumstrand an Land und genossen das kristallklare warme Wasser- alleine an einem Strand. Obwohl viele der Teilnehmer schon mehrfach an der Tour teilgenommen hatten waren wieder alle sehr begeistert von diesem einmaligen Platz mit riesigen Felsen im türkisblauen Wasser wie von Geisterhand hingeschleudert. The BATH ist Naturschutzgebiet und eine der Attraktionen auf den BVI. Wim, Alex und Marc waren in der Zwischenzeit nach Spanish Town gefahren um unsere Vorräte aufzufrischen und zu tanken. Als Sie zurück waren segelten wir los zum zweiten Teil der Etappe in den Gorda Sound. Der Wind hatte wie gemeldet zugelegt und so konnten wir noch eine schöne Tour entlang Virgin Gorda genießen. Um 16. 00 waren alle Hobies am Strand bei Prickley Pear angekommen . Einige Hobies segelten noch ein Stündchen Singlehand in der Bucht und kenterten . ( Namen werden nicht genannt!) Mit dem Begleitcat fuhr dann die Hobie Gang nach Leverick Bay wo an diesem Abend Buffet im Beachrestaurant mit Live Musik und Show der Stelzentänzer am Programm stand. Wir hatten wieder einen schönen Abend mit Musik und tanzenden Hobieseglern!

Um 22.00 waren dann alle todmüde und verschwanden in ihren Beach-Villas , den Hobies mit Zelt.

 

 

Tag 8: Gorda Sound Challenge

Am Vormittag wurde an Bord der Catana schon diskutiert in welcher Form die Gorda Challenge ausgesegelt werden sollte. Hans hatte einen Pokal mit auf die BVI gebracht, der nach allgemeiner Einschätzung an Hässlichkeit nur noch von der Amerikas Cup Kanne zu übertreffen ist. Im Vorjahr hatte es bei diesem Gaudi-Rennen einen verletzten gegeben und deshalb sollte das Reglement etwas vereinfacht werden. Segel setzen gehört nicht in das Programm. Der Start erfolgt mit segelfertigen Hobies am Strand. Doch zunächst segelten alle noch bei herrlichen Bedingungen in der Bucht vor dem Bitter End Yachtclub und gegen 13.00 trafen sich alle wieder an Bord zum Skippers-Meeting. Es wurden 4 Teamchefs ernannt denen je 3 weitere Segler zugelost wurden. Die 4-er-Teams segelten dann abwechselnd je eine Runde , also nach jeder Runde Teamwechsel am Strand. Startlinie war die Reling der Catana. Alle nahmen Aufstellung und mit einem Kopfsprung ins Wasser begann das Match. Zunächst 100 m zum Strand schwimmen, dann Trapez und Schwimmweste anlegen , den Hobie ins Wasser schieben und ablegen. Nach einer kurzen Kreuz zurück zum Startbbot, weiter zur Leetonne und dann ins Ziel am Strand. Crew-Wechsel im knietiefen Wasser und los gings für Team 2. Es war teilweise ein hart umkämpftes Rennen mit lustigen Einlagen und bei drehenden Winden entsprechenden Positionswechseln. Bis zum Wechsel drei war noch alles offen, dann aber setzte sich Team Karsten mit Uwe, Silvia und Christian durch. Uwe und Silvia segelten die letzte Runde souverän und gewannen vor „Bayern-Team“ Hans mit Matze, Armin und Bianca. Sehr großer Spaß und Stoff für stundenlange Diskussionen. Am Abend beim Dinner im Bitter End Yachtclub überreichte Heinz den Siegern den Gorda-Challenge Cup. Ein super Tag ging zu Ende.

 

Tag 9: Gorda Sound –Anegada

Die Etappe nach Anegada war bei vielen Island Hoppings immer ein heisser Ritt und nur für die besten Steuermänner geeignet. Diesmal sollte es eine gemütliche Überfahrt werden mit kaum mehr als 3 Windstärken. Wir segelten schon um 10.30 los, während Wim mit dem Mutterschiff erst noch nach Leverick Bay fuhr um Wasser zu tanken und im Supermarkt ein letztes Mal die Lebensmittelvorräte aufzustocken. Und natürlich das Corona und Caribe ! Es war ein Anliegeschlag mit wenig Winddrehern und kaum Welle. So kamen auch alle Hobies innerhalb weniger Minuten am Riff von Anegada an, wo Heinz die Flotte noch einmla versammelte um gemeinsam durch dein Riffbereich in Formation zu segeln und die gefährlichen Riffblöcke zu entdecken für die darauffolgenden  Tage, wo wir oft allein segeln würden. Mit einigen Halsen ging es Raumwinds entlang der Küste zum Anlegepunkt Pomato Point. Am Strand erwartete uns eine Uferbrandung mit mehr als einem Meter Höhe und wir mussten mit vollem Speed auf den Strand jagen um ein Kentern in der Brandung zu vermeiden. Alles Hobies schafften das sehr gut. Wim war noch nicht in Sicht und  kam dann ca 30 Minuten nach den Hobies an. Um 14.00 gab es dann eine Brotzeit an Bord. Schn bald aber waren wieder 7 Hobies unterwegs im türkisblauen Wasser vor Anegada. Kochen an Bord war der Plan und unser Chefkoch Micha brachte sein Küchenteam in Schwung. Currygeschnetzeltes und Reis . Mich war schon das siebente Mal auf der Tour dabei und sein Special Menü ist mittlerweile legendär!

 

Tag 10: Anegada

Der Wettergott war uns nicht wohl gesonnen! Ein leises Lüftchen aus Süden, wo normal 5 Windstärken aus Nordost blasen. Da die Aussichten auch keine Verbesserung versprachen wurden Alternativprogramme diskutiert. Zum Frühstück ins Neptune Treasure, Strandwanderung um die Westpoint zur Cowreck-Bar, Chillen an Bord, jeder verbrachte den Tag auf seine Weise und alle freuten sich auf das Abendessen im Neptunes Treasure. Eine nächtliche Wanderung von ca. 30 Minuten am Strand entlang sorgte für noch mehr Appetit.  Wie seit vielen Jahren war dieser Abend wieder ein Genuß! Schönes Ambiente und guter Service, gute Küche mit Portionen für hungrige Segler und eine Bombenstimmung im Team.

 

Tag 11. Anegada

Der Tag an dem eine Tour durch die Riffs in türkisblauem Wasser geplant war. Leider war der Anblick des spiegelglatten Meeres nicht die gewünschte Aussicht. Aber als Segler nimmt man Wind und Wetter wie es kommt und so verbrachten wir gezwungenermaßen einen weiteren Tag an Bord oder auch auf dem Hobie bei Singlehand Schlägen in Ufernähe wo eine kleine Thermikbrise wenigstens Einhandsegeln möglich machte. Am Abend war Valentins-Party im Neptunes und da unser Stammlokal für den letzten Abend auf Anegada, das Pomato Point Restaurant seit einigen Monaten geschlossen war reservierten wir ein Lobster-Dinner für die gesamte Gruppe. Es wurde einer der schönsten Abende aller Island Hoppings mit Musik und Tanz an der Happy Hour Bar. Die crazy Germans wurden wieder von allen Seiten angesprochen wie das so funktioniert mit den kleinen Booten und den bunten Segeln . Nach der Party wanderten wir zurück zu den Hobies am Strand und  setzten uns noch auf  einige Drinks am Lagerfeuer zusammen . Die Tour ging langsam dem Ende zu und wurde natürlich noch einmal Tag für Tag in der Erinnerung zusammengefasst. Bis 2 Uhr früh tagten die Hardliner am Feuer , bevor dann alle in Ihre Zelte verschwanden.

 

Tag 12 Anegada –Trellis Bay

Die letzte Etappe. Die längste Tour zurück zum Startplatz stand bevor – leider wieder kein Wind! Wir mussten trotzdem los und für den Fall , dass kein Wind kommen würde wurde eine große Schleppaktion geplant. Gegen 10.00 kam dann aber endlich der ersehnte Wind auf und die Hobies segelten auf ungewöhnlichem Amwindkurs los. Jeder der schon bei der Tour mit dabei war, erinnerte sich an die heissen Ritte auf Halbwindmit bis zu 20 Knoten. Diesmal war alles anders. Nach dreieinhalb Stunden kamen die ersten in der Trellis Bay an und mussten die letzten Kilometer sogar noch kreuzen, da der Wind immer mehr auf Süd drehte. Ein weitere halbe Stunde später war auch der letzte Hobie an Land und die gesamte Gruppe machte Pause bei Jeremys Kitchen mit einem „Awesome Chicken-Sandwich“ und einem Caribe.  Am späten Nachmittag brachte Wim die Hobiesegler nach Marina Cay, wo sie noch 2 Nächte gebucht waren, um zum Ende der Segeltage noch etwas zu chillen und die zwei intensiven Wochen gemütlich ausklingen zu lassen. Auf die  erste heiße Dusche und ein Hotelbett freute sich jeder!