Das Logbuch des Island Hoppings 2017 / Tour 2. Online mit dabei sein!

Island Hopping 2017-Tour 2

BVI TOUR 2

Tag 1 Trellis Bay

Bis zum Freitag 17. Februar waren alle Teilnehmer der Tour 2 angereist. Am Abend traf sich die Gruppe auf Marina Cay zur ersten Übernachtung im Hotel bevor es dann am nächsten Tag richtig los ging. Bei perfektem Wetter checkten die Teams auf der Catana ein .Obwohl fast alle das erste Mal bei der Tour dabei waren klappte alles sehr zügig und Gepäck, Segelsachen und Camping Equipment waren verstaut. Nach einem ausführlichen Briefing zum Ablauf der Tour und der Logistik wurden die Hobies übernommen und Alex segelte bei knapp 3 Windstärken die ersten Schläge zur Eingewöhnung  mit der Gruppe. Heinz fuhr mit einigen Teilnehmern noch nach Road Town zur Bank da sich herausstellte das viele zu wenig Bargeld dabei hatten und der Automat am Airport wieder einmal nicht funktionierte. Am späten Nachmittag wurden dann zum ersten Mal die Zelte auf den Hobies aufgebaut. Es war ein Tag voller neuer Dinge für alle. Der erste Painkiller an Bord der Catana war wohlverdient. Aber schon bald ging es weiter im Programm: Dinner im Last Resort Restaurant  nur wenige Meter von unserem Ankerplatz entfernt. Das Last Resort punktete wie immer mit guter Küche und einem unterhaltsamen „ Fire dance“ . Die Müdigkeit war aber dann doch Sieger und nach einem Absacker an der Bar machten sich alle auf den Weg zurück zum Strand mit der Fähre und ab in die Hobie Homes.

 

Tag 2-Trellis Bay-Jost van Dyke

Der erste Morgen mit den Abläufen die dann auf der gesamten Tour täglich stattfinden würden. Zelte abbauen, raus auf den Begleitcat mit „Marc Motorboot“ ( Spitzname vom Gardasee, da er nur Standgas oder Vollgas kennt). Frühstück an Bord und vorbereiten für die Tagestour. Um 10.30 trafen sich alle am Strand , setzen Segel und da gerade in diesen Minuten eine Wolkenbank mit 4 -5 Windstärken vorbeizog trommelte Heinz noch einmal alle zu einer Einweisung zusammen. Thema: Wie richte ich einen gekenterten Hobie in wenigen Minuten wieder auf. Der Wind lies aber wieder nach, die Sonne kam zurück und wir segelten in Formation aus der Trellis Bay. Nach wenigen Minuten konnten die Erkenntnisse der Einweisung am Strand von Hilmar und Wolfgang gleich in der Praxis erprobt werden. Die erste Kenterung der Tour- die Rangliste des Kenterkönigs war eröffnet. Kurz danach drehte ein Hobie ab und segelte zurück Richtung Starplatz, um dann aber nach einigen Minuten wieder auf den richtigen Kurs zurück zu gehen. Zunächst unerklärlich, wie sich aber später herausstellte hatte Mike sein Handy verloren. Der Versuch Party und segeln zu kombinieren war schief gelaufen. Mit dem Hany über Bluetooth und einer wasserdichte Box zu Reggaeklängen auf dem Hobie zu rocken endete damit dass plötzlich der Ton weg war-weil das Handy aus der Tasche gerutscht und im Meer versunken war. Shit happens! Ob das eine gute Idee war , darüber kann man streiten
Wir segelten um Guana Island und weit außerhalb der Leeküste von Tortola um frischen Wind zu haben. Swells mit 2-3 Metern ließen die Hobies immer wieder im Wellental auf und ab tanzen. Der Wind war mit knapp 3 Windstärken etwas zu schwach um richtige Wellenritte zu schaffen. Nach ca knapp 3 Stunden erreichten wir den Traumstrand von Sandy Cay. Der Wind hatte komplett auf Süd gedreht und wir mussten im Vorwindkurs anlegen. Die Brandung war aber nicht sehr stark und alle kamen gut an den Beach. Nach einer Snackpause ging es dann bei weiter abflauendem Wind mit den letzen Börs des Tages in die Bucht Great Harbour zu unserem nächsten Etappenziel am Strand bei Foxys.  Mit einem Abendessen bei Foxys endete der Tag und fast alle Segler verbrachten die Nacht am Strand in den Zelten. Wim hatte auf der Catana wenig Gesellschaft und war vermutlich nicht traurig darüber.

 

Tag 3: White Bay

Spiegelglattes Wasser war der erste Eindruck morgens um 8.00 Uhr. Beim Frühstück wurden mögliche Alternativen zu einer Tour nach Cane Garden Bay besprochen. Freies Segeln falls etwas Wind aufkommen sollte oder gleich mit dem Mutterschiff rüber in die White Bay und dort einen Badetag einlegen. Das Thema erledigte sich ganz schnell, denn plötzlich kam Wind auf der in nur einer halben Stunde auf schöne 3 Beaufort auffrischte. Alle Crews wollten segeln. Raus an Land mit dem Dinghy, Segel setzen und schon legten die ersten Boote unter Führung von Micha ab, der die Gruppe am Wasser etwas zusammen halten sollte und mit dem Cat von Heinz mit buntem Segel als „Häuptling „ schnell zu erkennen war. Es blies nun schon mit 18 Knoten. Micha segelte mit den 8 Hobies los und Wim setzte mit der Catana in die White Bay um, wo man immer rechtzeitig einen Mooringplatz ergattern muss. Nach 2 Stunden segeln kam die Hobieflotte wieder zurück denn der Wind hatte wieder stark nachgelassen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit baden und chillen an diesem traumhaft schönen Strand bei der Stressfree Bar. Wim war mit Unterstützung durch einige Seglerinnen damit beschäftigt das BBQ vorzubereiten . Um 19.00 feuerte Marc den Grill an und bald saß die Hobiegruppe um einen langen Tisch bei Salat, Nackensteak und Kartoffel mit Sourcreme.

Da fast alle an Land auf den Hobies schliefen setzte sich der Abend noch länger an der Bar bei einigen Painkillern und Bushwalkern fort. Der Weg zum Bett war ja recht kurz.

 

Tag 4: White Bay –Norman Island

Nachts hatte es heftig geregnet und wie angekündigt drehte der Wind auf Nordwest mit 3-4 Beaufort. Zum ersten mal nach 25 Island Hoppings war diese Etappe kein Kreuzkurs sondern eine Vorwindstrecke. Alles anders als üblich in diesem Jahr!! Wim musste noch mal zurück in die Foxy Bucht und Wasser tanken und Brot einkaufen. Die Hobies legten ab und bekamen gleich die ersten Böen mit gut 4 Windstärken. Die ersten Kenterungen  gab es schon nach 5 Minuten. Thomas und Stefan und Max mit Wolfgang fuhren zwei stilreine „Stecker“  Aber das Aufrichten klappte hervorragend und bald ging die Fahrt weiter. Mit mehreren Halsen erreichten wir den ersten Sammelplatz bei Frnchmans Cay. Max hatte bei der Kenterung den Baumlümmel beschädigt und konnte ohne Reparatur nicht weiter segeln. Heinz funkte Wim auf dem Mutterschiff an und nach knapp 10 Minuten war Hilfe zur Stelle. Alex kam mit dem Dinghy und ersetze schnell den Lümmelbeschlag und es konnte weitergehen. Der Wind legte zu und auf dem zweiten Teil der Etappe flogen die Hobies Raumschots mit Vollgas bei 5-6 Beaufort dahin. Mike und Rüdiger trainierten noch zweimal die Steckertechnik , aber das Feld blieb in Sichtweite und erreichte bald die Indians, eine winzige Insel und bekannter Schnorchelspot vor Norman Island. Wie schon beim Briefing angekündigt wurden die Großsegel geborgen um nur unter Fock in die Bucht einzulaufen, die knallvoll war mit Yachten an mindestens 50 Moorings. Diese Entscheidung sollte sich schon bald als richtig erweisen, denn auf den letzen 100 Metern vor dem Strand, in der Düse der engere werdenden Bucht peitschten Böen mit 6 Windstärken schräg auflandig den Hügel herunter und selbst unter Fock war es nicht einfach an einem engen Strand mit 8 Hobie nebeneinander an den Strand zu segeln. Schnell wurden die Focks geborgen , die wild im Wind schlugen und die Hobies an die Liegeplätze, wo sie über Nacht parken sollten getragen. Alle waren happy über diese Vollgas Etappe und trafen sich an der Pirates-Bar zu einem ersten „Hafenbier“ . An Bord gab es dann einen kleinen Snack, denn für 18.00 hatten wir bereits einen Tisch reserviert, weil spätere Termine bereist ausgebucht waren. Nach dem Dinner bei Pirates war Marc dann noch als Dinghy-Captain  gefordert und brachte unsere Partylöwen noch auf das Partyschiff Willy-T . Von dort dann weiter auf eine Luxusyacht und irgendwann zurück an den Strand.

 

Tag 5: The Bight

Der Plan war, zwei Tage auf Norman Island zu bleiben. Am Morgen weckte und wieder einmal der Regen, der auf die Zelte trommelte. Rechtzeitig zum shutteln auf den Begleitcat hörte der Regen auf und die Hobie Crews saßen beim Frühstück wieder in der Sonne auf der Catana. Ohne Eile legte Wim dann ab zum Schnorchelausflug bei den Indians und Caves. Bei den Indians war es schon sehr voll und keine Boje mehr zu kriegen. Nach knapp 2 Stunden waren die Schnorchler wieder zurück und setzten Segel. 2 Teams machten Pause und „segelfrei“. Norbert , Astrid und Stefan wanderten auf der Insel. Wolfgang und Katrin segelten mit Wim, Marc und Heinz mit der Catana und Alex mit Nina auf dem Hobie 16 als  Führungsboot. Der Wind war maximal 3 Beaufort stark und  so segelte die Hobieflotte hinter der Catana nach aus der Bucht und dann um Norman Island. Ein netter Ausflug bei dem Teams wechseln konnten und das Kenter-Konto der Teams nicht weiter anstieg. Am Abend kochten wir an Bord. Wim zauberte Pasta und endlich wurden auch die Rotweinbestände an Bord angezapft. Ein Abend an Bord, gemeinsam kochen und essen, das war auch bei dieser Gruppe ein Highlight.

 

Tag 6: Norman Island-Cooper Island

 

Und wieder war es der Regen der uns morgens weckte! Der Himmel war komplett bedeckt und man konnte nicht mal Tortola am Horizont sehen. Wir mussten aber weiter und so lief der Tag nach Plan ab. Um 10.30 segelten wir los. Geplant war Peter Island Backbord liegen zu lassen und nach Luv zu kreuzen um dann um die Nordspitze herum  an den Strand des Peter Island Resorts zu segeln. Aber schon kurz nach dem Start, als die Hobies gerade aus der Bucht gesegelt waren zeigte es sich, dass die Windmeldung mit 10 Knoten nicht zutreffen würde. Es frischte ordentlich auf und bald hatten wir böen mit 18 Knoten. Heinz segelte bei Mike als Vorschoter und kam als letzter aus der Bucht um dann gleich bei der ersten richtigen Bö mit Steuermann Mike baden zu gehen. Mit einem astreinen Stecker schüttelte Mike seinen Vorschoter und Coach ab. Heinz übernahm die Pinne um zu allen anderen Hobies zu segeln und ihnen mitzuteilen, dass der Kurs geändert werden musste. Alle Cats verstanden schnell dass sie hinter Heinz hersegeln sollten und an der Südspitze um Peter Island in den Drake Channel segeln sollten. Aber auch hier blies es erst mal ordentlich und es gab gleich einige Kenterungen. Bast und Hilmar trainierten das Aufrichten eines Hobie 16-mit Erfolg. Bals waren sie wieder auf Kurs und segelten sehr schnell. In die falsche Richtung, wie sich bald zeigen sollte. Als alle Hobies versuchten in perfektem Style an Wims Cat vorbei zu segeln um vor den Kameras zu posen riß bei Mike und Heinz der Fockfallblock und sie konnten gerade noch eine Kenterung vermeiden. Heinz segelte dann ohne Fock weiter bis zum Stop auf Peter Island und kam dort als vierter Cat an. Das Feld hatte sich weit verstreut, da niemand den Weg kannte. Dazu zog noch eine dicke Regelwolke auf die Wind bringen würde. Die ersten 7 Boote lagen am Strand und bargen die Segel in den Böen, die über den Strand fegten. Ein Hobie fehlte! Basti und Hilmar waren im Speedrausch und entfernten sich immer weiter bis sie nur noch als Pünktchen am Horizont vor Eastend Tortola erkennbar waren. Nicht mehr lange denn nun begann ein heftiger Regenschauer und die Sorge stieg ob sie uns finden würden. Dann tauchten sie aus der Regenwand auf, ohne Fock. Langsam kamen sie näher , während die anderen Hobie Teams schon am Strand entlang zur Peter Island Bar wanderten um dort eine kleine Pause mit einem leckeren Smoothie zu machen. Als Basti und Hilmar am Strand eintrafen konnten sie zuerst die Aufregung gar nicht verstehen, bis sie sich dann doch darüber klar wurden, dass sie nur über den Tracker zu orten waren und im Falle einer Havarie Wim auf Suche gehen hätte müssen.

Alles ok und nach einer Stunde segelten wir wieder los zu unserem Ziel Cooper Island. Der Regen hatte aufgehört , aber auch der Wind schlief langsam ein. Wir kämpften uns um Deadmens Chest und steuerten Richtung Cooper bei einem lauen Lüftchen und Strm, der uns über Grund nach hinten beförderte. Es sah alles nach einer Schleppaktion aus. Eine dunkle Regenwolke rechts neben uns die sich immer näher schob, war die einzige Hoffnung auf Wind. So kam es dann auch und der raumende Wind machte es möglich direkt auf Anliegeschlag ohne eine weitere Wende unter Salt Island durchzusegeln und auf Cooper in der Ankerbucht problemlos anzulegen. Keine Windwirbel und chaotische Wind auf den letzten Metern sondern ein konstanter Wind bis zum Strand. Wir hatten am Strand gerade die Zelte auf den Hobies aufgebaut, da wear der Wind auch schon wieder weg. Wir hatten genau die einzige Stunde am Nachmittag erwischt um überhaupt auf Cooper anzukommen. Die Stimmung war trotz der Regeneinlagen bestens und alle saßen nach der Tour bei einem Bier im Cooper Coffeshop zusammen bis die Sonne unterging und alle an Bord mussten um sich für den Abend im Cooper Restaurant „aufzuhübschen“.

 

Tag 7 : Cooper Island –Gorda Sound

Der Abend auf Cooper Island mit sehr leckerer Küche war wieder ein voller Erfolg. Im Coffeeshop endete der Abend nach einigen Rum-Proben und Sport-Zigarren erst um Mitternacht. Am Morgen freuten wir uns mal nicht vom Regen geweckt zu werden. Und machten schon bald unsere Hobies klar, denn es lag eine lange Etappe bei leichtem Wind vor uns. An den Bath legten wir einen Stop ein. Uferbrandung und Wellen, die manchmal bis unter die Palmen hochliefen machten die Aktion etwas schwierig. Wir mussten die Hobies mit den Aufrichtleinen an den Büschen festmachen um kein Risiko einzugehen, dass sie von den Wellen weggespült würden. Die ganze Gruppe machte sich auf den Weg , auf dem Devils-Pfad entlang am Strand zwischen den berühmten Felsen mit den Wasserlöchern dazwischen in die die Brandung das Wasser drückt- daher der Name BATH. Heinz und Crew mussten in der Stunde, die wir am Strand verbrachten und von Michael der schon viermal auf der Tour dabei war betreut wurden, zur Immigration um Ihre Permits zu verlängern, die immer nur einen Monat laufen. Als sie zurück waren segelten wir sofort weiter entlang an Virgin Gorda, bei 2-3 Windstärken auf Halbwindkurs bis zur Einfahrt in den Gorda Sound und dann weiter zum Ziel der Etappe dem Strand bei Prickley Pear. Um 16.00 war das Hobie Zeltlager aufgebaut und gingen an Bord der Catana zu einem wohlverdienten Hafenbier! Um 18.00 legten wir wieder ab und fuhren alle zusammen auf der Catana nach Leverick Bay zu einem BBQ-Abend mit Buffet ( All you can eat!) Als die Lifeband loslegte und Akteure aus dem Publikum suchte, waren Mike und Rüdiger sofort auf der Bühne und machten die Animation der Band unter Applaus des Publikums mit.- ohne Kenterung beim Tanzen!

 

Tag 8: Gorda Sound Challenge

Bis Mittag gab es kein Programm und nur wenige Hobies segelten im Sound bei 3-4 Beaufort. Um 13.00 trafen sich alle zum Skippers-meeting für die Regatta, die für den Nachmittag geplant war. Der Pokal stand schon seit Start der Reise in der Pantry , nur wie die Regatta ablaufen sollte war noch unbekannt. Das Regatta-Format war ein Staffelrennen mit je 2 Teams pro Staffel, die sich abwechseln und je eine Runde segeln sollten. Da nicht alle Teams segeln wollten wurden 3 Teamleader benannt denen dann aus dem Lostopf je 3 weitere Segler zugelost wurden. Die 4 Segler pro Staffel konnten nach Belieben 2 Teams bilden und auch festlegen wer Starsegler und Finisher sein sollte.

Dann gings los. Mit einem Hechtsprung von der Reling der Catana ins Wasser, 100 Meter schwimmen, an Land Trapez und Schwimmweste anlegen und den Hobie ins Wasser schieben. Schnell ablegen und am Straboot vorbei auf Amwindkurs zur ersten Tonne in Luv beim Bitter End Yachtclub, dann wieder zurück um eine Boje direkt neben dem Starboot und weiter zur Fahrwassertonne in Lee am Ausgang des Gorda Sounds. Es war eine hart umkämpfte erste Runde. Obwohl zunächst Norbert und Astrid deutlich führten vor Alex mit Nina machte dann Bast und Lena mit der Wende am richtigen Platz das Rennen, während die ersten beiden Teams zu weit segelten und zum Ziel abfallen mussten. Bast übergab an seine zweite Crew, Mike und Stefan knapp vor den anderen Hobies. Die zweite Runde segelte Marc alleine und setzte sich an die Spitze. Leider vergaß er die zweite Boje und musste zurück segeln wodurch er seinen Platz wieder einbüßte und das Feld wieder eng zusammen rückte. So ging es weiter bis zur letzten Runde. Jeder konnte bis zur letzten Boje noch die Regatta gewinnen. Thorsten hatte an Bord  Sandwiches mit Schinken und Käse im Ofen gebacken und kam mit Bier und Sandwiches mit dem Dinghy an Land um die Segler zu empfangen. Mike und Stefan wurden  als Sieger am Strand mit Applaus empfangen und als bald danach die anderen Hobies ins Ziel liefen wurden die Sieger gefeiert. Eine tolle Regatta, bei der neue Teams zueinander fanden, alle viel Spaß hatten und es natürlich wie immer viel zu erzählen gab.  Am Abend fuhren wir mit der Catana eine Runde durch den Gorda Sound, vorbei am Costa Smeralda Yachtclub und dann zum Bitter End Yachtclub. Wir hatten den besten Platz im Restaurant reserviert, direkt am Wasser mit einem einmaligen Blick auf die Bucht und den abendlichen Himmel mit einer beeindruckenden Blue Hour. Nach dem Abendessen in etwas ruhigerem und entspannten Ambiente vergab heinz den Siegerpokal an die Gewinner der Gorda Sound Tropy. BASTI-MAYA-MIKE-STEFAN.

 

Tag 9: Gorda Sound –Anegada

 

Die längste der Etappen stand  an.  Wim musste noch einmal für die drei geplanten Tage auf Anegada Wasser und Lebensmittel nachkaufen und fuhr bald los nach Leverick Bay. Wir segelten mit den Hobies gegen 10.00 los und hatten perfekte Bedingungen mit 3 Beaufort halbwind um schnell nach Anegada zu kommen. Zunächst lief alles nach Plan. Die 8 Hobies segelten wie ein Band mit orange farbigen Segeln ins freie Meer hinaus. Es gab keine Kenterung und keine Wartepausen. Als wir vor dem Riff in Anegada ankamen und der letzte Hobie in Wartepostion ging stellten wir fest dass ein Team fehlte. Basti und Lena waren nicht dabei! Der letzte Cat sollte eigentlich immer sofort stoppen sobald eine Kenterung oder Havarie passierte, aber das war nicht geschehen. Wie gefährlivch das werden kann stellte sich nun heraus. Heinz drehte sofort um und segelte wieder mit der ganzen Flotte zurück. Nach einer halben Stunde hatte Heinz und Maya den fehlenden Hobie entdeckt, weil ein 40 Fuß Monohull um den gekenterten Cat kreiste und schließlich Kurs auf die Hobieflotte aufnahm um uns zu informieren. Bald waren alle an der Kenterstelle versammelt und wie sich herausstellte hatte bast den berühmten LENZSTÖPSEL vergessen. Nachdem er von mehren Hobies überholt wurde und immer langsamer wurde fuhr er schließlich einen Stecker und damit war die Fahrt beendet. Der Rumpf war so voll dass auch mit Hilfe von Heinz keine Chance bestand den Cat aufzurichten. Die Monohull Segler aus Kanada waren uns weiter behilflich. Mit Ihrem Dinghy holten sie Michael von seinem Hobie und brachten ihn zum Gekenterten. Micha hob die Mastspitze an und der Cat stand wieder. Heinz blieb auf dem vollgelaufenen Hobie mit Leni und Basti segelte mit Maya weiter. Micha übernahm die Führung der Gruppe und heinz segelte vorsichtig mit Leni das U-Boot weiter zum Pomato Point. Wim war sehr spät im Gords Sound losgesegelt und kam erst dann zu uns als die Situation bereits geklärt war. Eine gute Lehre für weitere Touren. Der Begleitcat sollte selbst bei einfachen Bedingungen immer in Nähe der Hobies bleiben und Hilfeleisten bei einer Kenterung ist wichtiger als der Regattainstinkt als erster anzukommen. Am Nachmittag motivierte Heinz noch 3 Teams noch einmal aufs Wasser zu gehen und das sollte sich absolut lohnen. Bei 4 -5 Beaufort heizten wir durch den Riffbereich und hatten riesigen Spaß bei Speed bis 18 Knoten und langen Raumschots Flyern im Trapez.

Am Abend waren alle todmüde und verschwanden nach einem leckeren Abendessen im Neptunes Treasure bald in Ihren Zelten.

 

Tag 10. Anegada Hobie Sailing day.

Wir freuten uns schon seit Tagen auf die Zeit auf Anegada mit einer perfekten Windvorhersage: 20-25 Knoten Nordost! Und so kam es auch. Nach einigen Reegenschauer in der Nacht begann gegen 10 Uhr ein sonniger Tag . Türkisfarbiges Wasser, Böen die auf der Catana durchs Rigg pfiffen. Um 11.30 startetenb 6 Teams darunter auch Wim, Alex und Marc, die je einen der Teilnehmer mit an Bord nahmen zu einer fahrt durchs Riff zum Eastend von Anegada. Alle schön in Formation denn niemand kannte das Revier und die Riffe. Bei 5 Windstärken gab es dann auch auf dem Kreuzkurs einige Kenterungen, manche auch gefährlich nahe an Riffs, an denen eine gekenterter Cat großen Schaden genommen hätte. Aber es ging alles gut und nach gut 2 Stunden standen 6 Hobies in Warteposition direkt am großen Riff auf der Luvseite von Anegada, Ein einmaliger Anblick. Die orangen Segel im lindgrünen Wasser, davor das Riff mit schäumenden Brechern und hinter dem Riff der tiefschwarze Altlantik. Awesome picture! Auf dem Downwind gehen die schon flacher stehende Sonne mussten wir höllisch aufpassen uns nicht zu versegeln, den die Riffs waren nun sehr schwer zu erkennen. Natürlich gab es auch wieder Kenterungen. Während auf dem Amwindkurs Daniel und Maya die Liste mit 4 Kenterungen anführten holte Marc nun erheblich auf und  schleuderte seine Vorschoterin einige Male über den Bug bei diversen Steckern. Auch Wim reihte sich in die Kenterliste mit einem Stecker ein. Mit bis zu 19 Knoten flogen wir zurück an der Küste entlang und gingen bei Neptunes Treasure an Land auf ein verdientes Hafenbier. Geilster Segeltag seit Jahren! Zufriedene Gesichter und müde Knochen nach 4 Stunden Segeltraum! Am Abend gab es Chilli con Carne von Chefkoch Thorsten Koch, der seinem Namen alle Ehre machte. Um 7 Uhr saßen alle hungrigen Segler im Cockpit zusammen und genossen einen weiteren Abend auf der Catana.

Tag 11. Stormy Anegada

Ein weiterer  Segeltag auf Anegada war geplant. Briefing und Team-Einteilung um 11.00.

Schon die ganze Nacht hatte es ordentlich geblasen und mehrere Regenschauer waren durchgezogen. Bis 11.00 legte der Wind noch zu und so waren nur wenige von der Idee begeistert noch einmal die Tour durch das Riff zu segeln. Vier Hobies setzen Segel. Manche gingen am Strand entlang zur Cow Wreck Bar auf der Luvseite der Insel. Eine einmalig schöne Wanderung von ca. einer Stunde. Heinz legte mit den vier Hobies ab und segelte zunächst einen kurzen Testschlag aus dem geschützten Bereich vor Pomato Point. Nach wenigen Minuten kamen alle zurück an Land und refften die Segel. Böen mit 6 Beaufort und mehr waren zu viel für die Gruppe. Der zweite Versuch war ebenfalls ein harter Kampf am Limit . Nach zwei Kilometern Kreuzstrecke sammelten sich die 4 Hobies vor dem Anegada Reef Hotel. Der Blick zum Eastend von Anegada war atemberaubend. Türkis das Wasser mit Schaumkronen und Gischt, dazu der blaue Himmel und die 4 orangefarbigen Hobiesegel. Leider legte der Wind noch mehr zu und Heinz brach die Tour ab. Mit einigen Kenterungen flogen die Hobies wieder zurück zum Strand. Bis zu 7 Windstärken war zu viel des Guten und für den Rest des Tages sollte sich das auch nicht ändern. Trotzdem waren alle happy und zufrieden und genossen den letzten Tag auf Anegada. Am Abend wanderten wir noch einmal am Strand entlang zu Neptunes Treasure. Happy Hour um 18.00 und Lobster-Dinner um 19.00 . Nach dem Lobster kam die Party in Schwung. Mike und Max traten im Duo auf und machten richtig Stimmung. Die gesamte Hobiegruppe tanzte und hatte richtig Spaß . Nach der Party trafen wir uns noch einmal alle am Strand und tranken einige Abschiedsbiere am Lagerfeuer, das Alex und Marc vorbereitet hatten. Für den nächsten tag war wieder sehr starker Wind angekündigt und ganz sicher gingen einige mit einem mulmigen Gefühl ins Bett.

 

Tag 12: Anegada –Trellis Bay

Am Morgen wieder das gleiche Bild. WIND und davon jede Menge! Beim Briefing gab Heinz alle wichtigen Infos zur Überfahrt. Mit gerefften Segeln lossegeln und falls es zu hart wird sogar die Großsegel auf dem Wasser bergen. Wir hatten das schon einmal geübt bei der zweiten Etappe als wir unter Fock in die Bight auf Norman Island gesegelt waren. Vor der Abfahrt wurden alle Cats noch einmal gecheckt. Zwei Trapezdrähte mussten sicherheitshalber ausgetauscht werden und auch ein Ruderblatt. Marc und Alex übernahmen das Steuer auf 2 Hobies. Thomas, Wolfgang, Franziska und Nina segelten mit Wim auf der Catana. Dann ging es los! Es war doch etwas weniger Wind als am Vortag und wir kamen mit wenigen Kenterungen auf Raumschotskurs bei extrem schwierigen Wellen gut voran. Immer wieder bleib die Karawane der Katamarane stehen um auf alle zu warten. Die Wellen eine Mischung aus Dünung und Windwellen, die sich wild kreuzten machte es unmöglich schnell zu segeln. Als wir in Nähe von Virgin Gorda waren wurden die Wellen noch höher aber länger und  sauber und es machte riesig Spaß mit dem Hobie zu surfen. Wir segelten zwischen den Inseln Little und Great Dog durch entlang der Küste von Virgin Gorda. Hier wurden die Wellen wieder kleiner im Lee der Insel und man konnte im Trapez richtig Gas geben. Vor den Bath wurden wir wieder durch mehrere „Stecker“ darunter auch die von Michael und Katrin zu einigen Stopps gezwungen. Die letzen Meilen zurück in die Trellis Bay waren dann wieder sehr wellig und schwierig zu segeln. Mit mehreren Halsen und ebenso vielen Kenterungen erreichten wir schließlich die Trellis Bay und kamen nach 2 Stunden Fahrt an unserem Startplatz der Tour an. Das Segelabenteuer Island Hopping ging zu Ende. Nach 12 tagen segeln auf dem Hobie 16 war das Niveau erheblich gestiegen. Während am ersten Tag bei nur 3-4 Windstärken einige Segler schon Schwierigkeiten hatten, waren wir alle am letzten Tag in einer Gruppe eng zusammen bei 6 Windstärken 25 Meilen gesegelt. Darauf konnte jedes Team zurecht stolz sein!

Bei Jeremy saßen wir dann bei einem Snack und dem unvermeidlichen Caribe zusammen , bevor Wim uns dann mit der Catana auf Marina Cay ins Hotel brachte wo wir zum Ausklang noch 2 Tage chillen konnten.

 

 

Tag 13: Island Tour

Am letzten Tag gegen Mittag starteten wir mit einem Sightseeing-Taxi zu einer Inselrundfahrt. Fast alle nahmen daran teil . Vom Mount Sage aus, dem höchsten Punkt der Inseln konnten wir unsere gesegelte Route von Insel zu Insel noch einmal revuepassieren lassen. Bob war ein unterhaltsamer lustiger Taxifahrer. Er zeigte uns die Buchten und besonderen Plätze der Insel. Wir stoppten in Cane Garden Bay zu einer Lunchpause und umrundeten fast die ganze Insel Tortola. Vom Wasser aus die BVI zu erkunden, da waren sich alle einig, hatte aber doch viel mehr Spaß gemacht! Am Abend trafen wir uns zu einem letzten gemeinsamen Dinner im Last Resort. Wie immer erstklassig. Last Resort und Cooper Island wurden zu den besten Restaurants von der Gruppe gekürt. Norbert bedankte sich beim Stickl Team mit einer kurzen Ansprache und einer dicken Tip-Box. Heinz bedankte sich bei allen Teilnehmern für eine tolle Tour und den einmaligen Teamgeist der das Segelabenteuer in jeder Hinsicht zu einem Erlebnis für alle gemacht hatte.